Kicken, bis vorn die Vier steht: Andreas Giglberger hat in Hallbergmoos noch einiges vor

Der VfB und seine neue Defensivstärke

Er steht für die neue Hallbergmooser Defensivstärke: Andreas Giglberger, zuvor auf den Außenbahnen unterwegs. Nun ist er der „Aggressive Leader" im Zentrum.

Hallbergmoos - Giglberger (28) war im Sommer 2017 nach Hallbergmoos gekommen und absolvierte seitdem 90 Spiele (acht Tore) in der Landes- oder Bayernliga. Nach seinem Wechsel vom damaligen Bayernligisten Heimstetten war er immer gesetzt und kickte meist auf den Außenbahnen, mal offensiv, in der Regel aber defensiv mit Drang nach vorne. Er betont aber, dass seine eigentliche Heimat auf dem Platz das Zentrum sei: „In der Jugend bei Wacker Burghausen habe ich auf der Sechs gespielt." Dort wurde er in der U17-Bundesliga und der U19-Bayernliga ausgebildet.

Giglberger ist Teamplayer durch und durch, weshalb er grundsätzlich überall spielen würde, wo er der Mannschaft weiterhelfen kann. „Auf den Außenpositionen kann ich nicht so Einfluss nehmen", sagt Giglberger, der schon in der Dreierkette Innenverteidiger spielte und nun zum Abwehrchef aufstieg, nachdem andere Verteidiger wegen Verletzungen oder Formschwäche passen mussten.

Unvergessen: Sein Fallrückzieher, der ein sicheres Gegentor verhindert hat

„Ich bin ein Vollblutfußballer", sagt Giglberger, der Emotion und Einsatz vorlebt. Symbolisch für Giglbergers irre Vorrunde steht der Fallrückzieher, mit dem er beim 2:1-Sieg in Dachau auf der Linie ein eigentlich sicheres Gegentor verhindert hat.

Der 28-Jährige möchte mit Einsatz vorangehen: „Ohne die Leidenschaft kommt das Spielerische nicht. Und schon im Training muss Feuer drin sein." Der Verteidiger sieht sich aber nicht als entscheidenden Faktor, sondern betont den Fortschritt im Team: „Wir haben jetzt kapiert, dass wir alle nach hinten arbeiten müssen. In den letzten Spielen ist jeder für jeden marschiert." Das genau sollte nun in der zweiten Saisonhälfte die Basis sein, um von einem Relegationsplatz aus die Nichtabstiegsplätze in Angriff zu nehmen.

Der 28-Jährige sagt: „Der VfB ist meine fußballerische Heimat geworden."

Mit Spielertrainer Matthias Strohmaier steht nun ein weiterer Innenverteidiger zur Verfügung. Andreas Giglberger freut sich auf den neuen Chef, „denn er wird uns spielerisch weiterbringen". Der 28-Jährige sagt: „Der VfB ist meine fußballerische Heimat geworden." Er hat inzwischen aus dem Hobby auch seinen Beruf gemacht. Beim Internationalen Fußballinstitut in Ismaning arbeitet der Verteidiger im gleichen Team wie der sportliche Leiter Anselm Küchle. Zukünftig sieht er sich auch im Trainergeschäft, für das Giglberger bereits an der B-Lizenz arbeitet. Als verletzter Spieler hat er in Hallbergmoos die Videoanalyse übernommen. Mir liegt das Trainerwesen", sagt Giglberger.

Die Frage, ob er irgendwann in das Trainerteam aufrückt, stellt sich für ihn derzeit aber noch nicht. Nach zwei Jahren mit Verletzungs- und Pandemiepausen möchte Giglberger auf dem Platz noch einiges aufholen – „und eigentlich möchte ich ja aktiv Fußball spielen, bis bei meinem Alter die Vier vorne dran ist."

Freisinger Tagblat t Autor Nico Bauer

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