

Zum Wiederauftakt nach der Winterpause sind Kaan Aygün und Simon Werner beim Landesligisten VfB Hallbergmoos gesetzt. Drei wichtige Spieler fallen dagegen aus.
– Der Pokal ist abgehakt – jetzt beginnt für die Fußballer des VfB Hallbergmoos der Ernst des Punktspielbetriebs in der Landesliga. Im Heimspiel zum Start nach der Winterpause geht's gegen den TSV Ampfing (Freitag, 19.30 Uhr). Mit einem Sieg könnten die Hallbergmooser – zumindest über Nacht – auf Relegationsplatz zwei springen.
„Ich bleibe bei meiner Meinung, dass das eine geile Liga ist", sagt der VfB-Trainer Gedi Sugzda. In der ausgeglichenen Südost-Gruppe hat selbst der Elfte Rosenheim nur sieben Zähler Abstand zum Zweiten Erlbach. Mit sechs Punkten Polster auf den Rest des Felds hat sich lediglich der TSV Eintracht Karlsfeld etwas abgesetzt. „Bei so einem Vorsprung denkst du in der Winterpause viel nach", sagt Sugzda, der mit Holzkirchen auch schon einmal so eine Situation hatte. Karlsfeld traut er aber die Nervenstärke zu, das durchzuziehen, „weil sie eine erfahrene, gestandene Mannschaft haben". Doch die Karlsfelder bestreiten erst ihre zweite Saison in der Landesliga und sind noch lange nicht durch. Hallbergmoos hat zwar acht Zähler Rückstand, aber auch eine Partie weniger absolviert.
Aufstiegsrennen: Sugzda schaut erstmal auf sein TeamDer VfB-Coach schaut in den entscheidenden zweieinhalb Monaten allerdings erst einmal auf sein Team – und das aus gutem Grund: Mit Co-Trainer Peter Beierkuhnlein, dem erfolgreichsten Goalgetter Fabian Diranko (acht Treffer) und dem zweitbesten Torschützen Daniel Bauer (sieben) fehlen drei Spieler, bei denen die Rückkehr auf den Platz nicht seriös prognostiziert werden kann. Auch der mit viel Potenzial gesegnete Angreifer Nico Till kommt aufgrund seiner chronischen Schienbeinverletzung nicht auf die Füße und wird in dieser Runde wohl nicht mehr im Kader stehen.
Der VfB braucht nun eine kreative Lösung in der Offensive, wo die beiden Winter-Neuzugänge Kaan Aygün und Simon Werner für die erste Elf gesetzt sind. „Das sind gute Jungs mit viel Qualität", betont der Coach. Gerade jetzt durch die Ausfälle in der Offensive gewinnen die Wintertransfers an Wert.
Ampfing hat sieben Mal auf dem Transfermarkt zugeschlagenGegner TSV Ampfing war in den vergangenen Monaten viel aktiver, denn der auf einem Abstiegsrelegationsplatz stehende Aufsteiger verstärkte sich gleich mit sieben Kickern. Die Hallberger treffen nun auf eine Mannschaft, die ein anderes Gesicht hat, aber das Spiel in der Hinrunde ist noch nicht vergessen: Seinerzeit verlor man beim damaligen Tabellenletzten – das war die bisher wohl schlechteste Leistung in dieser Saison.
Sugzda zeigte unter der Woche jedoch keine bewegten Bilder von der 1:3-Blamage in Ampfing: „Es wäre kontraproduktiv, den Spielern auf Video Fehler zu zeigen. Sie sollen vielmehr sehen, was in unserer Vorbereitung gut gewesen ist." Die Aufgabe gegen Ampfing sei nicht kniffliger als jede andere: „In den verbleibenden 13 Partien gibt es keinen angenehmen Gegner, außer man führt nach 20 Minuten mit 3:0 oder 4:0."
Wenn der zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz liegende VfB sein Potenzial auf den Platz bekommt, ist in den nächsten zweieinhalb Monaten viel möglich. „Acht Mannschaften können Meister werden", sagt Gedi Sugzda, „und der mit dem längsten Atem steht am Ende vorne."
Quelle: Freisinger Tagblat 6.3.2020 /Autor: Nico Bauer