Von cob auf Montag, 07. September 2026
Kategorie: Kegeln

Drei Neue beim VfB Hallbergmoos: Reiter, Funkenhauser und Trainer Lutz sollen Impulse setzen


Der VfB Hallbergmoos geht mit drei neuen Gesichtern in die Bundesliga-Saison 2026/27. Neben den Spielern Michael Reiter und Fabian Funkenhauser übernimmt Fabian Lutz das Traineramt. Zum Auftakt am Samstag, 19. September, setzt der Verein nach den Abgängen von Bojan Vlakevski und Oskar Huth vor allem auf Teamgeist, Geschlossenheit und neue Impulse von der Seitenlinie.

Mit Michael Reiter hat der VfB einen erfahrenen Neuzugang verpflichtet, der Konstanz und Qualität in die Mannschaft bringen soll. Ebenfalls neu im Kader ist Fabian Funkenhauser vom SC Regensburg. Er kennt sowohl die 1. als auch die 2. Bundesliga und passt auch geografisch gut nach Hallbergmoos: Seine Anfahrt beträgt nur rund 20 Kilometer. Nach Vereinsangaben bestand der Kontakt zu ihm bereits seit längerer Zeit. Die dritte wichtige Personalie betrifft die Trainerbank: Fabian Lutz übernimmt das Team. Der 34-Jährige bringt reichlich Erfahrung aus dem Kegelsport mit. Er stammt aus einer Keglerfamilie, gehört wie seine Angehörigen dem KC Schrezheim an und spielte selbst in der 2. Bundesliga, ehe ihn gesundheitliche Probleme an den Beinen zum Kürzertreten zwangen. 2014 wurde er deutscher Meister bei den U23-Junioren. Zudem trainiert Lutz zielführend die Damen des KC Schrezheim, die in der 1. Bundesliga und international im NBC-Wettbewerb erfolgreich sind. Auch seine Familie ist im Kegelsport fest verwurzelt: Schwester Kathrin Lutz erzielte 2024 mit 712 Holz das bislang höchste Ergebnis in einem Spiel. Vater Lutz war unter anderem Nationaltrainer, U23-Coach und ist derzeit Diagnose-Trainer beim DKBC; Mutter Margarete spielte ebenfalls hochklassig.

Der Kontakt zu Lutz entstand, wie im Kegelsport üblich, über persönliche Gespräche. Bei einem Wettkampf sprachen ihn Marius Bäurle und Patrick Krieger auf ein mögliches Engagement beim VfB an. Lutz bat zunächst um Bedenkzeit. Als Ende Juni klar war, dass er freie Kapazitäten hat, führten Abteilungsleiter Marcus Most und Teammanager Sepp Niedermair die Verhandlungen. Anschließend wurde der Trainervertrag unterschrieben. Lutz formuliert gemeinsam mit Niedermair ehrgeizige Ziele: Der VfB will wieder international spielen. Beim NBC-Cup in Apatin vom 12. bis 17. Oktober 2026 soll dafür möglichst ein Platz unter den ersten drei herausspringen, um sich für die Champions League zu qualifizieren. Auch in der Bundesliga peilt der Verein einen Stockerlplatz an; alternativ soll der Weg über den DKBC-Pokal zu internationalen Spielen führen. Besonders wichtig ist Lutz der Zusammenhalt: „Für mich zählt zunächst das Team. Wichtig ist der Zusammenhalt und der gemeinsame Wille zu gewinnen." Der neue Trainer will die Mannschaft bei allen Spielen begleiten und bei der Aufstellung neben Leistung auch auf sein Bauchgefühl hören. Bei einem Kader von neun Spielern werde das nicht immer einfach, sagt er. Entscheidend seien die Eindrücke aus der Vorbereitung, statistische Auswertungen der Spielerauf den jeweiligen Bahnen und die aktuelle Fitness der Spieler. Die Vorbereitung stimmt Lutz zuversichtlich. Im August gewann der VfB das 24. Illertalpokalturnier in Thal mit mehr als 240 Holz Vorsprung. Michael Reiter war mit 639 Holz bester Kegler des Turniers. Auch Tobias Kramer mit 614 Holz und Marius Bäurle mit 605 Holz landeten unter den sieben Spielern, die die Marke von 600 Holz übertrafen. Beim Freundschaftsspiel gegen den SKC Haidenwang überzeugten Maximilian Moser mit 676 Holz, Steve Thürer mit 641 Holz, Kramer mit 626 Holz und Patrick Krieger mit 622 Holz. Gegen den EKC Lonsee gab es ein Hin- und Rückspiel: In Lonsee überzeugten Reiter, Kramer und Bäurle; beim Rückspiel am 5. September zeigten sich besonders Krieger mit 684 Holz, Kramer mit 643 Holz, Reiter mit 636 Holz, Damir Cekovic mit 624 Holz sowie Steve Thürer und Bogdan Tudorie in starker Form. Am Wochenende des 12. September testet der VfB auf den neuen Bahnen beim Landesligisten KV Moosburg. Eine Woche später folgt bei Olympia Mörfelden der Start in die Bundesliga. Für Lutz wird diese Partie zur ersten Standortbestimmung. Sein Blick auf die Liga ist klar: „Zerbst ist wieder klarer Meisterschaftsfavorit, aber Bamberg, Mörfelden, Unterharmersbach und wir werden vorne mitspielen."